SolarDeck: Wattlab beweist, dass Solaranlagen auf Seeschiffen funktionieren | Wattlab
SolarDeck Solaranlage auf dem Seeschiff Vertom Anette während des Pilotprojekts
Neuigkeiten 24. April 2025

SolarDeck: der Pilot der Solaranlage auf dem Seeschiff ist abgeschlossen.

Das Pilotprojekt ist beendet, die Ergebnisse sind gut und Bo Salet ist bereit zu erzählen, was als nächstes kommt.

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Wattlab
Rotterdam, Niederlande

Wattlab steht bereits im Guinness-Buch der Rekorde für die größte Solaranlage auf einem Binnenschiff. Statt sich zurückzulehnen, arbeitete das Rotterdamer Start-up im vergangenen Jahr an etwas Neuem: Solarenergie für Seeschiffe. Das Produkt heißt SolarDeck und der erste Pilot der Solaranlage auf einem Seeschiff ist nun abgeschlossen. Wir haben mit Gründer und CEO Bo Salet über den Verlauf gesprochen.

312
Solarpanels, Guinness-Weltrekord
30 Tonnen
Erwartete jährliche Kraftstoffeinsparung
4 bis 5 Jahre
Erwartete Amortisationszeit

Das Pilotprojekt lief ab Mai 2024 mit zwei Hauptpartnern: TNO, dem niederländischen Forschungsinstitut, und Vertom, das eines seiner Schiffe für den Test zur Verfügung stellte, das 7.280-Tonnen-Trockengüterschiff Anette. Zudem trug die EU über den Just Transition Fund bei. Es war ein echter Test unter echten Bedingungen, mit echter Besatzung und echtem Seegang.

Wie verlief der Pilot der Solaranlage auf dem Seeschiff?

TNO bestätigte, dass der Stromertrag den Erwartungen entspricht, sagt Bo. Das ist das Wichtigste. Außerdem hilft das Design: Salzwasser läuft frei von den Panels ab, sodass sich keine Salzkruste bilden kann, die den Wirkungsgrad verringern würde. Die Anette hatte während des Pilots auch raues Wetter. Nichts brach. Kein Schaden.

„Es gibt Teile, die Feinabstimmung brauchen, aber es gibt absolut keine roten Flaggen.“

Auch die Sicherheit kam während der Tests ausführlich zur Sprache. Das SolarDeck ist ein eigenständiges System. Wenn ein Kabel bricht, schaltet sich das System selbst ab. An einem beschädigten Kabel liegt keine Spannung. „Es ist inhärent sicher“, sagt Bo. „Die gleiche Logik wie bei unserem Binnenschifffahrtsprodukt, aber angepasst für die See.“

Wie hat die Besatzung reagiert?

Solarpanels sind nicht gerade für ihre Robustheit bekannt. Deshalb bat Wattlab die Besatzung der Anette, das SolarDeck wie jeden anderen Teil des Decks zu behandeln, ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen. Süßwasserspülung, normale Seife und sogar starkes Säure-Entkalkungsmittel wurden verwendet. Die Panels funktionierten weiterhin einwandfrei.

SolarDeck Modul auf der MV Anette von Vertom während des Pilotprojekts 2024

SolarDeck auf der MV Anette von Vertom, 2024.

Auch Ladeoperationen waren ein wichtiger Punkt. Niemand möchte Solarpanels, die den Lade- und Löschbetrieb behindern. Das SolarDeck ist jedoch dünn genug, um zwischen zwei gestapelten Luken zu passen. Das Trennen der Kabel dauert etwa zwei Minuten pro Seite. Und wenn ein Schiff Deckfracht wie Offshore-Windflügel transportieren muss, können die Panels entfernt und auf der Grundfläche eines 20-Fuß-Containers gestapelt werden.

Was sind die nächsten Schritte?

Wattlab geht zur vollen Skala über, sagt Bo. Ein Schiff, dessen gesamtes Deck bedeckt ist. Die Lieferung findet vor dem Sommer statt, erneut mit Vertom. Das ist ein großer Schritt von einem Modul zu einem vollen Schiff und ein wichtiger Moment für das Produkt.

Stimmt der Business Case?

Die Zahlen

Auf der Grundlage des Pilotprojekts prognostiziert Wattlab eine Kraftstoffeinsparung von 30 Tonnen und einen CO2-Rückgang von 96 Tonnen pro Schiff und Jahr. Die Amortisationszeit liegt bei etwa vier bis fünf Jahren, ohne Subventionen.

Bo weist auch auf etwas hin, das zu selten erwähnt wird: Ältere Schiffe sind sogar besser geeignet. Je älter das Schiff, desto ineffizienter die Generatoren. Infolgedessen sind die Einsparungen sogar noch größer. Zudem ist das SolarDeck keine permanente Installation, sodass man es einfach auf das nächste Schiff verschieben kann. Das macht es auch für Eigner mit gemischten oder veralteten Flotten geeignet.

Für Schiffseigner, die ihre EEXI- und CII-Werte im Blick haben oder EU ETS- und FuelEU-Kosten senken möchten, ist der Zeitpunkt gut. Solarenergie auf Seeschiffen ist keine Zukunftsidee mehr. Lesen Sie mehr über unsere Projekte oder besuchen Sie die Newsroom.

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